Feuchtsprühen

Beim Feuchtsprühverfahren wird der Wärmedämmstoff nach dem Austritt aus dem Schlauch mit Wasser befeuchtet.
Durch die Feuchtigkeit lösen sich die Bindestoffe im Einblasdämmstoff und bewirken ein Verkleben des Dämmstoffs. So kann der feuchte Wärmedämmstoff dauerhaft an Wänden und Decken offen aufgetragen werden. Bei trockenem Wärmedämmstoff ist dies nicht möglich. Zum Befeuchten des Wärmedämmstoffs werden Sprühköpfe und Sprührohre mit einer oder mehreren Sprühdüsen verwendet.

Durch den Einsatz von zwei oder mehreren Sprühdüsen kann der Wärmedämmstoffstrahl optimal gebündelt und durchfeuchtet werden. Ein derartig von Sprühnebel umfasster und gleichmäßig durchfeuchteter Wärmedämmstoffstrahl wird an Wänden und Decken bis zur gewünschten Schichtdicke aufgetragen. Wird dem Wasser ein Kleber zugesetzt erhöht sich die Bindewirkung beim Auftragen, sodass auch stärkere Schichtdicken problemlos aufgetragen werden können. Überdies gestaltet sich die Verarbeitung des Wärmedämmstoffs über Kopf als wesentlich komfortabler und einfacher.

Sprühköpfe und Sprührohre für das Feuchtsprühverfahren

Sprühköpfe und Sprührohre

Beim Feuchtsprühen werden zwei wichtige Anwendungen unterschieden:

  • Beschichten von Wand- oder Deckenelementen mit Wasser oder Wasser mit Klebezusatz
  • Offenes Aufblasen unter Zusatz von Wasser

Kleinere Sprühköpfe mit bis zu zwei Sprühdüsen eignen sich besonders für Wand- und Deckenbeschichtungen. Meist wird reines Wasser ohne weitere Klebezusätze zum Befeuchten des Dämmstoffes verwendet. Sprühköpfe mit drei und mehr Sprühdüsen können durch die feine Abstimmung zwar auch für Wandbeschichtung eingesetzt werden, in der Praxis wird mit diesen Werkzeugen aber hauptsächlich offen aufgeblasen.

Sprührohre (Terminatoren) bieten gegenüber den Sprühköpfen weitere Vorteile:

  • Verbesserte Treffsicherheit beim Auftragen des Dämmstoffes aus einigen Metern Entfernung
  • Komfortablere Handhabung durch Griff und Drehverbinder
Links Kolbenpumpe, rechts Membranpumpe

Pumpen

Zur Beimengung von Flüssigkeit zum dem Materialstrom werden Hochdruckpumpen eingesetzt. Dabei kommen zwei
Pumpentypen zum Einsatz:

  • Kolbenpumpen
  • Membranpumpen


Kolbenpumpe
Die Kolbenpumpe benötigt einen Frischwasserzulauf. Damit entfällt das Nachfüllen eines Wasserbehälters. Der Arbeitsdruck kann mittels einem Einstellrad und einem Manometer präzise eingestellt werden.

Membranpumpe
Mit der Membranpumpe kann Wasser aus einem Behälter angesaugt werden. Damit lassen sich auch eigens angesetzte Klebemischungen verarbeiten. Der Arbeitsdruck kann mittels einem Einstellrad und einem Manometer präzise eingestellt werden.

Planbürsten mit fester Stromversorgung oder Akku

Planbürsten

Der schnelle Weg zu glatten Oberflächen.
Die X-Floc Planbürsten ermöglichen das schnelle und einfache Abtragen und Glätten von überstehenden, losen Dämmstoffschichten, die im Feuchtsprühverfahren in Ständerwerke und Gefache eingebracht wurden. Egal ob Neubau oder Altbausanierung. Das plangenaue Abbürsten des überschüssigen Dämmstoffs erlaubt ein präzises Verschließen der Gefache mit dem gewünschten Beplankungsmaterial.